Ein Habit Tracker weiß erstaunlich viel über dich. Wann du aufstehst, ob du trinkst, wie oft du Sport machst, ob du deine Medikamente nimmst, wie es dir an schlechten Tagen geht. Zusammengenommen ist das ein ziemlich genaues Bild deines Alltags.
Umso wichtiger ist die Frage, wo diese Daten landen. Die folgenden fünf Punkte kannst du bei jeder App prüfen, bevor du sie installierst.
1. Brauche ich ein Konto, um loszulegen?
Viele Apps wollen gleich beim ersten Start eine E-Mail-Adresse oder eine Anmeldung mit Google oder Apple. Für einen Habit Tracker ist das selten nötig. Ein Konto wird erst dann sinnvoll, wenn du Daten zwischen mehreren Geräten synchronisieren willst.
Gutes Zeichen: Die App funktioniert vollständig ohne Konto, und die Anmeldung ist ein optionales Extra.
2. Wo liegen meine Daten?
Es gibt grob zwei Modelle. Entweder liegen deine Einträge auf den Servern des Anbieters, und die App zeigt sie dir nur an. Oder sie liegen in einer Datenbank auf deinem Handy, und ein Server kommt höchstens für Sync oder Backups ins Spiel.
Das zweite Modell nennt sich oft „local first“. Der Vorteil: Die App funktioniert auch offline, ist schneller, und deine Daten verlassen das Gerät nur, wenn du es willst.
3. Welche Tracker stecken in der App?
Hier helfen die offiziellen Angaben der Stores:
- Im App Store findest du auf jeder App-Seite den Abschnitt „App-Datenschutz“. Achte besonders auf „Daten, die zum Tracking verwendet werden“ und „Mit dir verknüpfte Daten“.
- Bei Google Play heißt der Bereich „Datensicherheit“. Dort steht, welche Daten erhoben und ob sie an Dritte weitergegeben werden.
Werbe-SDKs und Analyse-Tools sind der häufigste Grund, warum Nutzungsdaten eine App verlassen. Eine App ohne Werbung braucht die meisten davon schlicht nicht.
4. Komme ich wieder an meine Daten heran?
Irgendwann willst du vielleicht die App wechseln oder einfach eine Sicherung haben. Prüf, ob es einen Export gibt, und zwar in einem offenen Format wie CSV oder JSON und ohne dass er hinter einer Bezahlschranke steckt.
Genauso wichtig: Kannst du dein Konto und alle Server-Daten löschen, und zwar ohne dafür eine E-Mail an den Support schreiben zu müssen?
5. Was passiert mit Gesundheitsdaten?
Viele Tracker können Schritte, Schlaf oder Training aus Apple Health oder Health Connect lesen. Praktisch, denn so hakt sich ein Habit von allein ab. Frag dich aber, ob diese Werte nur auf dem Gerät verarbeitet oder auf einen Server hochgeladen werden. Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt.
Wie HabitPocket diese Fragen beantwortet
Weil wir selbst einen Habit Tracker bauen, hier ganz offen unsere Antworten:
- Konto: Nicht nötig. Anmelden musst du dich nur für den Sync zwischen Geräten mit Pro.
- Speicherort: Alle Habits, Einträge und Notizen liegen in einer Datenbank auf deinem Handy.
- Tracker: Keine Werbung, keine Analyse-SDKs.
- Export: JSON und CSV, kostenlos und jederzeit. Konto löschen geht in der App oder im Web.
- Gesundheitsdaten: Werden nur auf dem Gerät gelesen und nie hochgeladen.
Die Details stehen in unserer Datenschutzerklärung. Und falls dir beim Lesen eine Frage kommt, schreib uns.